Dynamische Wirbelsäulentherapie nach Horn

Die DWTH stellt eine Alternative zu Chiropraktik und Osteopathie dar.

Sie ist eine biomechanisch regulierende Behandlungsmethode für den gesamten Wirbelsäulenbereich, der zugehörigen Muskulatur und der neuralen (zum Nervensystem gehörenden) Komponenten.  Damit unterliegt sie den Regeln und  Gesetzmäßigkeiten der Biomechanik (Wissenschaft von Funktion und Bewegungsabläufen biologischer Systeme) und Neurophysiologie (Funktionsweise des Nervensystems).

Die Behandlung kommt ohne jeden „Knack“ oder „Ruck“ aus, da die Mobilisation nur an bewegungseingeschränkten Gelenken oder Wirbeln erfolgt und größtenteils schwingend auf dem von Friedrich Ch. Horn eigens entwickelten Lagerungssystem bzw. dem Therapie-Kissen durchgeführt wird.

Die KlientInnen bekommen individuelle und auf den Einzelnen abgestimmte Übungs- und Haltungsprogramme gegen ihre Fehlstellungen für zu Hause mit. Dadurch verändert sich ihre Haltung und Bewegung weitestgehend unbewusst, zunehmend weg von Fehlbelastungen, wieder hin zur gesunden Bewegung. ─ Die Therapie dauert 60 Minuten.

 

Welche Beschwerdebilder sind mittels DWTH behandelbar?

  • Nervenreizungen in Becken und Wirbelsäule
  • Bandscheibenschaden (Protrusion/Prolaps)
  • Pseudoradiculäre Symptome im Becken
  • Nervenkompressionssyndrome
  • Intercostalneuralgien
  • Dysfunktion der Iliosakralgelenke
  • Becken- und Wirbelsäulenfehlhaltungen
  • Skoliose
  • Schulter-Arm-Syndrom
  • Kopfschmerzen und Migräne

 

Die einzelnen Therapie-Abschnitte sind …

  • Befunderhebung
  • Mobilisation
  • Curing Motion – Schwingungsmassage
  • Hausaufgaben für die KlientInnen

Befunderhebung

Zur Befundung gelangen die Körperhaltung und die Bewegungen des Klienten. Oftmals verbergen sich hinter den Leiden lang praktizierte falsch programmierte Muster für Fehlbelastungen und Fehlhaltungen am Arbeitsplatz (nicht ergonomisch ausgerüstet), beim Schlafen (Matratzen, Polster), in der Freizeit (Fernsehhaltung, Halbliegehaltungen) und generell zu wenig oder falsche Bewegung.

Mobilisation

Vielfach ergibt sich auch nach dem Tastbefund bzw. der Messung am Becken ein Beckenschiefstand, der entweder eine anatomische  (die Beine sind verschieden lang gewachsen) oder eine funktionelle Standlängendifferenz (einseitige Immobilität in einem Kreuz-Darmbeingelenk) zeigt. Hier werden gegebenenfalls ärztliche Diagnosen und Röntgenbilder hinzugezogen.

Aus dem Tastbefund geht also die bewegungseingeschränkte und in falscher Art bewegliche Körperseite deutlich hervor. Die passive Mobilisation erfolgt nur gegen die Fehlstellungen und Fehlfunktionen in eine Richtung, so dass eine Eigenkorrektur des Körpers dynamisch erfolgen kann .

Curing Motion –  Schwingungsmassage

Diese Schwingungsmassage wird auf dem Horn-Therapie-Kissen durchgeführt. Durch die gegengleiche Schwingung von Becken, Oberkörper und Kopf werden auch tief liegende Muskelschichten gelockert, was einer indifferenten Wirbelsäulenmobilisation gleichkommt. Durch gezielte Grifftechniken wird der ganze Bewegungsapparat gedehnt und entspannt.

Es wurden Muskelaktionen nachgewiesen, die über den ganzen Körper verlaufen, von den großen Muskeln der Arme und Beine bis zur kleinsten Muskulatur an der Wirbelsäule. Mit diesem Mechanismus der indirekten Einleitung und einer daraufhin erfolgenden Stabilisation werden Funktionsstörungen an Wirbeln, ganzen Wirbelsäulenabschnitten und auch an Gelenken reflektorisch aktiv verändert. Außerdem kommt es durch das gezielte Ansprechen der Bewegungszentren im Gehirn und Rückenmark zunehmend zu einer unbewussten Korrektur der gesamten Körperhaltung.

Hausaufgaben für die KlientInnen

Die KlientInnen bekommen individuelle und auf den Einzelnen abgestimmte Übungs- und Haltungsprogramme gegen ihre Fehlstellungen für zu Hause mit. Dadurch verändert sich ihre Haltung und Bewegung weitestgehend unbewusst, zunehmend weg von Fehlbelastungen, wieder hin zur gesunden Bewegung.

Hat sich bei einer KlientIn eine anatomische, also gewachsene, Standlängendifferenz ergeben, so werden ihr, falls nicht schon von einem Orthopäden verordnet, entsprechende orthopädische Schuhausgleiche empfohlen.